Am 26. April 1986 kam es im ukrainischen Kernkraftwerk (KKW) im Block 4 zum Super-GAU. Der Reaktormantel explodierte, Trümmer und radioaktives Material wurden nach außen geschleudert und eine nukleare Wolke breitete sich über weite Teile Europas aus. Das Umfeld des KKW ist bis heute Sperrgebiet. Doch ein breiter wissenschaftlicher Konsens über die Folgen von Tschernobyl besteht selbst nach 33 Jahren nur in wenigen Punkten oder kaum. Die Folge sind viele Tote und noch weitere Strahlenopfer.

Radioaktive Messungen haben ergeben, dass auch Deutschland damals davon betroffen wurde. Kinder durften lange Zeit nicht mehr auf Spielplätzen spielen, Menschen sollten wegen der Strahlenbelastung allgemein kein eigenes Obst, Gemüse, Pilze oder Wildfleisch essen. Selbst gemähtes Gras musste als strahlender Sondermüll entsorgt werden.

Kurz nach dem Super-GAU bildeten sich private und kommunale Organisationen, die Geld und vor allem Sachspenden sammelten. Die MMM hat diesen Organisationen mit Sitz in Neunburg v.W. oder Oberviechtach geholfen. Ebenso sind Ferienprogramme für verletzte Kinder und deren Familien im Altlandkreis Oberviechtach entstanden, die von der Familie Koller (Gründer und Inhaber der MMM) unterstützt worden sind. Kinder aus der Region Tschernobyl freuten sich z.B. besonders über Freifahrten auf der damaligen Sommerrodelbahn in Stadlern oder über Eisbecher und Brotzeiten. Dieses Programm lief über viele Jahre.

1997 wurde in Pfreimd in der Oberpfalz der Verein „Aktion Tschernobyl“ mit Hauptinitiator Dr. med. Josef Ziegler und Ehefrau Angelika gegründet, die seit über 22 Jahren erfolgreich Hilfsmaßnahmen leisten. Beeindruckend dabei ist nicht alleine die Spendensumme von 1,3 Mio Euro, sondern alles was in Zusammenhang mit der Hilfsaktion bis heute zum Wohl der Menschen, insbesondere der Kinder aus der Region, zur Verfügung gestellt wird.

Als im Großlandkreis Schwandorf immer mehr Krankenhäuser geschlossen wurden, erwarb die Familie Koller medizintechnische Produkte zum Restwert und schickte diese, in Zusammenarbeit mit Dr. med. Ziegler, zum Einsatz nach Tschernobyl. Bei dem karitativen Projekt hat die MMM-BMT nicht nur die wiederhergestellten Dampfsterilisatoren zur Verfügung gestellt, sondern die komplette Logistik, Inbetriebnahme und Wartung der Geräte übernommen. Darüber hinaus wurde auch das Fachpersonal vor Ort viele Jahre mehrmals von der MMM geschult, weitergebildet und qualifiziert.

Eine wesentliche Zielsetzung der „ Aktion Tschernobyl “ ist, desolate Hygienezustände in Krankenhäusern zu beseitigen und hygieneverbessernde Maßnahmen voranzutreiben. Neben der MMM Hilfsaktion hat Dr. med. Ziegler mit Spendengeldern zusätzlich neue Sterilisatoren von der MMM gekauft.

Ein großartiges und nachhaltiges Gesamtkonzept ganz nach MMM Vision entstand aus dieser Hilfsaktion durch Geschlossenheit und Zusammenhalt.

Mehr Informationen zu der Hilfsorganisation „Aktion Tschernobyl“ finden Sie unter http://aktiontschernobylpfreimd.de/wp/.

MMM. Protectig human health.

Aktion Tschernobyl
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